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ZIPPE Industrieanlagen feiert 100-jähriges Jubiläum

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Am 5. Juni 1920 heiratete Alfred Zippe seine junge Frau Maria und am gleichen Tag gründete er seine eigene Firma in Haida/Novy Bor, Böhmen.

Alfred Zippe war Handwerksmeister und Schiffsmaschineningenieur, seine Ehefrau Maria eine geprüfte Buchhalterin.

Das junge Unternehmen begann anfangs für die böhmische Kristallglasindustrie zu arbeiten. Es war sofort erfolgreich und wuchs schnell.

Nach 1945 zog die Firma nach West-Deutschland. Der Neubeginn fand in einer kleinen Garage in Wertheim/Main statt. Alfred Zippe sen. wurde von seinem Sohn Alfred „Fred“ jun. unterstützt, der selbst Handwerksmeister und Maschinenbauingenieur war.

Im Jahr 1952 entwarf, baute und montierte Fred Zippe jun. die erste Einlegemaschine für eine Glasfabrik in Deutschland. Er kaufte einen Gebrauchtwagen, besuchte viele weitere Glasfabriken in den 1950er Jahren und erkannte den Bedarf an automatischen Einlegemaschinen. Bis heute hat die Firma ZIPPE mehr als 1400 Einleger jeglicher Art gebaut und an internationale Glasfabriken geliefert.

Dann kam die Frage auf: Woher kommt das Gemenge?

Im Jahr 1960 entwarf und baute ZIPPE die erste automatische Gemengeanlage für eine deutsche Behälterglasfabrik. Dieser Erfolg bedeutete einen weiteren großen Schritt nach vorne. Bereits 1963 lieferte und montierte die Firma ZIPPE ihre erste Gemengeanlage im Ausland, in Nigeria, Afrika.

Die Reihe an Innovationen ging weiter:

Im Jahr 1964 wurde die erste automatische Scherbenrückführanlage von ZIPPE errichtet. ZIPPE entwickelte Scherbenbrecher, Kratzerförderer und Glasstandsregler. Das Unternehmen wuchs rasant. Eine Abteilung für Automatisierung und Steuerung wurde eingerichtet, welche heute einen sehr wichtigen Teil der Firma ZIPPE bildet. Später kam eine Abteilung für Bauwesen dazu, um der immer größer werdenden Nachfrage nach Turnkey-Projekten gerecht zu werden.

Edith Zippe trat als Buchhalterin in den Betrieb ein und leistete so einen großen Beitrag zur finanziellen Stabilität des Unternehmens. Die Firma wuchs von 40 Mitarbeitern in den frühen 1950ern auf über 200 Mitarbeiter im Jahr 2000.

Im Jahr 1986 hatte ZIPPE die Chance, die erste automatische Gemengeanlage mit Wiegelinie für eine Flachglasanlage zu bauen – die erste von vielen weiteren. Bis heute hat ZIPPE mehr als 88 Flachglas-Gemengeanlagen für fast alle größeren Flachglasproduzenten weltweit gebaut. Dies führte zu einem enormen Erfahrungsschatz, von welchem die Firma und ihre Mitarbeiter sowie Kunden stets profitieren können.

Mehr als 800 automatische Scherbenrückführungslinien, mehr als 1360 Brecher für alle Arten der Glasproduktion, die ersten Gemenge- und Scherbenvorwärmer – die Liste der Innovationen bei ZIPPE ist lang. Und neue Herausforderungen sind immer willkommen.

Dr. Bernd-Holger Zippe, der Enkel des Gründers, trat 1979 in die Firma ein. 1987 wurde er Mitglied der Geschäftsleitung und 1991, als Alfred Zippe jun. in Ruhestand ging, wurde er Geschäftsführer. Unter seiner Führung begann die Firma ZIPPE ihre Geschäftstätigkeiten auf die ganze Welt auszudehnen und Kunden tatsächlich weltweit zu bedienen und zu unterstützen.

Dr. Philipp Zippe, der Urenkel des Gründers, trat im Jahr 2006 in die Firma ein und wurde 2016 Geschäftsführer, als sein Vater sich in den Aufsichtsrat zurückzog.

Hunderte engagierte Angestellte, Ingenieure, Handwerker, Supervisor, Manager, Sekretärinnen, Büromitarbeiter jeglicher Art dienten der Firma über die Jahrzehnte hinweg.

ZIPPE hat sich immer auf ihre eigenen Ausbildungsprogramme konzentriert. „Ein Spezialist für Gemengeanlagen kann man kaum an der Universität werden“, sagt Dr. Philipp Zippe, „man muss es durch Erfahrung werden“.

Da alle Fachabteilungen unter einem Dach sind, können Kunden in hohem Maße profitieren. Vertrieb, Entwicklung, Maschinenbau, Hardware- und Software-Planung, mechanische Qualitätsfertigung, Exportwissen, Dokumentation, Rechnungsprüfung, alle Abteilungen können einfach und nahtlos zusammenarbeiten. Das ist ein großer und einzigartiger Vorteil für den Kunden.

Über die letzten 100 Jahre erfuhr die Welt der Glasproduktion viele Veränderungen. ZIPPE Deutschland versuchte immer, einem Prinzip treu zu bleiben: „Hör dem Kunden zu. Erfülle seine Bedürfnisse auf die bestmögliche technische und ökonomische Art und Weise“.

Die ZIPPE-Unternehmensgruppe umfasst heute nicht nur ZIPPE Industrieanlagen als Kernunternehmen, sondern auch MMB in Mügeln, Sachsen, als hochspezialisiertes und effektives Produktionswerk, Lahti Glass Technology Oy für Maschinenbau und spezielle Gemengeanlagen- und Wiegetechnologien in Finnland, mehrere Beteiligungen in Elektronik- und Maschinenbaufirmen in verschiedenen Teilen der Welt – alle mit einem Ziel, den bestmöglichen und zuverlässigsten Service im Bereich Rohmaterialhandling für Glasfabriken weltweit zu bieten.