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ZIPPE erweitert Portfolio für Remote Services

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Das Kerngeschäft der ZIPPE Industrieanlagen GmbH ist seit 100 Jahren die Entwicklung und der Bau von leistungsfähigen Gemenge- und Scherbenanlagen. Als einer der wenigen Komplettanbieter dieser Branche umfasst das Spektrum alle Leistungsfelder des Anlagenbaus: Engineering, Planung, Konstruktion, Fertigung, Steuerungstechnik, Montage, Baustellen-Management für alle Gewerke sowie Inbetriebnahme und die Schulung von Kundenpersonal und Service-Leistungen für den laufenden Betrieb.

Zippe ist weltweit in allen wichtigen Märkten der Glasindustrie tätig und setzt bereits in der Planungsphase der Projekte modernste Technik ein.

Die aktuelle Situation mit Covid-19 und die daraus resultierenden Reisebeschränkungen machen es erforderlich bei der Installation, der Inbetriebnahme und dem Service der verschiedenen Maschinen- und Anlagenteile umzudenken. ZIPPE setzt hier auf einen Fernsupport der Kunden durch Augmented-Reality (AR), Remote Services und Teleservices.

In Zeiten, wo uneingeschränktes Reisen nicht möglich ist, kann ZIPPE seine Kunden aus der Ferne unterstützen. Hierbei ist es oft eine Herausforderung, dass der Techniker des Kunden und auch der ZIPPE Service-Spezialist die „gleiche Sprache sprechen“. In der Vergangenheit waren hierzu unzählige Emails notwendig, in welchen auch per Bilddokumentation die Situation vor Ort beschrieben wurde. Mit den modernen Technologien ist es nun möglich, dass die Unterstützung deutlich effizienter und schneller von statten gehen kann. Hierbei kommt nun Augmented-Reality (AR) ins Spiel.

Für den AR Support installiert der Kunde vor Ort eine mobile App auf Android oder IOS und die zu übertragende Arbeitsumgebung wird mit der Smartphone- oder Tablet-Kamera zum Servicetechniker per Echtzeit-Videostreaming übertragen. Der Zippe-Remote-Experte sitzt im Büro an einem speziell ausgestatteten Service-PC und hat die aktuelle Dokumentation der Kundenanlage zur Hand. Der Techniker kommuniziert mittels diverser optischer Werkzeuge, wie Pfeilmarkierungen und Freihandzeichnungen, Sprache sowie Texteingabe mit dem Kunden. Durch diese virtuelle  „Schritt-für-Schritt-Navigation“ ist es nun möglich, dass ein Problem schneller analysiert und behoben wird bzw. Wartungsarbeiten durchgeführt werden können. Diese Technologie ermöglicht es dem Anwender vor Ort Installationen und Reparaturen unter Anleitung selbst durchzuführen.

Da ZIPPE weltweit Anlagen in unterschiedlichste Zeitzonen geliefert hat, ist ein Support auch immer mit einer zeitlichen Koordination der Service-Techniker gekoppelt. Man hat produktionsbedingt häufig nur ein begrenztes Zeitfenster zur Verfügung. Durch den Fernsupport durch Augmented-Reality ist auch hier eine spürbare Verbesserung erkennbar.

Eine schnellere und effizientere Wartung oder Reparatur von Anlagen bedeutet auch gleichzeitig kürzere Stillstandzeiten und eine höhere Anlagenverfügbarkeit.

Durch digitale Assistenzsysteme bei ZIPPE können auch bedingt Engpässe bei Fachkräften abgemildert bzw. ausgeglichen werden. Sie können neue oder weniger gut ausgebildete Mitarbeiter der Kunden, die Maschinen und Anlagen noch nicht so gut kennen, unterstützen.

Neben der visuellen und telefonischen Unterstützung bietet ZIPPE auch einen Remote Service an, um Automatisierungssysteme und Leitstationen per Fernwartung zu analysieren.

Der ZIPPE Remote Service ermöglicht es auf Wunsch des Kunden direkt von Wertheim aus auf die Anlage zugreifen zu können. Hier können Probleme aufgedeckt und entsprechende Anpassungen vorgenommen werden sowie notwendige Maßnahmen eingeleitet werden.

Das umfassende Teleservice- und Fernwartungskonzept von ZIPPE ist der Weg zu wirtschaftlicher Automatisierung. ZIPPE geht bei der ortsunabhängigen Wartung seiner Anlagen und Maschinen auf Nummer sicher. Der Aufbau der geschützten Fernverbindung wird beispielsweise durch Drücken eines Freigabetasters im Schaltschrank gestartet. Nach dem erfolgreichen Aufbau der Verbindung kann eine Fernverbindung zu einer abgegrenzten Produktionszelle oder einer bestimmten Gruppe von Automatisierungskomponenten erfolgen. Durch die gezielte Konfiguration des Routers kann der Zugriff auf definierte Automatisierungskomponenten erlaubt oder eingeschränkt werden. Dies führt zu einem noch höheren Sicherheitsniveau der Anlagen-IT.

Das sichere Fernwartungskonzept von ZIPPE bietet neben der ortsungebundenen Verfügbarkeit öffentlicher Netze viele weitere Vorteile. Zu nennen wären hierbei die geringeren Reisekosten und Stillstandzeiten, mehr Kundenbindung aufgrund hoher Servicequalität, geringerer Aufwand für Gewährleistungen zudem sind weniger Geräte notwendig, da Fernwartung, Routing und Firewall in einem Gerät vereint sind und das Betreibernetz ist vor Übergriffen geschützt. Des Weiteren gibt es keine Sicherheitsprobleme bei Equipment-Diebstahl, der Verwaltungsaufwand bleibt – auch bei steigender Maschinenzahl- gleich, die Freigabe der Fernwartung erfolgt ausschließlich durch den Endkunden und die Maschinen-Integration in Kundennetze ist einfach. Konflikte um IP-Adressen sind schneller lösbar, der Schutz der Anlage/Maschine vor dem Betreibernetz und umgekehrt ist gewährleistet. Außerdem ist keine Anpassung von Maschinen, Anlagen und keine Software erforderlich.

Die Fernwartungs-Module von ZIPPE sind Netzwerk-Komponenten und vereinen die Funktionen des Routers, der Firewall und des VPN-Geräts. Das Ziel ist eine maximale Sicherheit und Anlagenverfügbarkeit. Höchstes Sicherheitsniveau wird mit IPsec-Protokoll auf Layer 3 erreicht, bis zu 10 parallele VPN-Tunnel (optional bis 250) und ein hoher VPN-Datendurchsatz von bis zu 70 MBit/s sind möglich. Aktuelle Zertifikate wie x509.v3 werden unterstützt und es werden nur ausgehende User Datagram Protocol (UDP)-Verbindungen des Betreibernetzes benutzt. Eine Stateful-Inspection-Firewall für dynamische Filterung und ein Anschluss für den VPN-Freigabetaster und die VPN-Status-LED sind vorhanden.

Ein weiterer, wichtiger Bestandteil des ZIPPE-Teleservices ist der bereits seit dem Jahr 2000 bestehende Telefonsupport während der Geschäftszeiten und die  24h-Service-Hotline.

24/7, 365 Tage im Jahr, ein ganzes Anlagenleben lang ist ZIPPE für seine Kunden im Störungsfall telefonisch erreichbar. In der  Fachsprache nennt man dies Lifecycle-Betreuung.